Wenn Hunde Entscheidungen treffen

Hunde arbeiten sehr gerne, das ist bekannt und es fördert auch die Gesundheit, doch neigen wir vielfach dazu unsere Hunde zu überfordern oder einfach viel zu viel von ihnen zu verlangen, denn oftmals vergessen wir die Ruhezeiten, welche sehr wichtig für die Entwicklung und Ausgeglichenheit ist.

Ich werde immer wieder gefragt, wie man seinen Hund richtig auslastet und beschäftigt. Es gibt gewisse Rassen, welche einfach eine spezielle Art der Beschäftigung brauchen wie Huskys, Schäferhunde, Border Colies etc. Viele Menschen sind gerade bei solchen Rassen der Meinung, dass wir diese fast 24 Stunden beschäftigen müssen, damit wir ihnen gerecht werden.

Ich kann hier jeden beruhigen, braucht es nicht. Vielmehr ist hier eine ruhige und faire Haltung bedeutungsvoller. Gerade solche Hunde brauchen den Bezug zu ihrem Menschen und für sie ist es das Hauptziel bei ihrem Menschen zu sein und zusammen etwas zu machen.

Viel wichtiger als jede körperliche Auslastung ist die Auslastung vom Kopf, getreu nach dem Motto das Gleichgewicht für Körper und Geist wie man bei uns sagt. So trainiere ich gerade mit solchen Hunden auf eine ganz spezielle Art und Weise.

Solche Hunde sollen ihren Kopf gebrauchen und lernen auch einzusetzen, dazu müssen sie aber selber Entscheidungen treffen können. Diese können sich von Hund zu Hund unterscheiden, aber durch solche Entscheidungen lernen die Hunde.

Das ist der Unterschied zu Platzidioten, welche einfach das machen was man ihnen sagt, denn auch diese werden irgendwann eine Entscheidung selbständig treffen, nur dann ist es nicht mehr kontrollierbar, weil wir Menschen damit nicht rechnen und absolut überfordert sind.

 

 



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